Thermtec Ventus im Test: Das ultimative 5-in-1 Fernglas für die moderne Jagd
Das Thermtec Ventus wurde bereits auf der Messe „Jagd und Hund“ in Dortmund als bahnbrechendes Wärmebild-, Tagsicht- und Nachtsichtfernglas mit integriertem Laser-Entfernungsmesser angekündigt. Nach dem Test des ersten Vorseriengerätes waren wir beim Jagdfux umso gespannter auf das finale Produkt. Jetzt ist das Seriengerät da – und es hat unsere Erwartungen übertroffen.
Erster Eindruck: Kompakt, Griffig, Premium
Bereits beim Auspacken fällt die hohe Verarbeitungsqualität auf. Wer das Ventus zum ersten Mal in die Hand nimmt, ist von der enormen Kompaktheit überrascht. Die Gummierung des Gehäuses ist absolut perfekt und erinnert an die Haptik von High-End-Ferngläsern führender Premiumhersteller.
Ein durchdachtes Feature ist der neue kombinierte AN/AUS- und Stand-by-Schalter auf der Unterseite. Er lässt sich intuitiv bedienen, sodass man das Gerät blitzschnell lautlos aktivieren kann, wenn es im Revier darauf ankommt.
Scharfstellen ohne Umgreifen: Die neue Ergonomie-Referenz
Ein großer Kritikpunkt bei vielen digitalen Optiken ist die oft fummelige Scharfstellung am Objektiv. Thermtec geht hier einen anderen Weg: Auf der Oberseite befinden sich **dedizierte Drehräder für die Schärfeneinstellung jedes Kanals**. Das bedeutet: Man kann das Bild fokussieren, ohne die Handposition massiv zu verändern oder weit nach vorne greifen zu müssen. Das sorgt für ein ruhiges Halten und schnelle Reaktionszeiten beim Ansprechen.
Über das zentrale, große Drehrad auf der Oberseite lassen sich zudem der digitale Zoom und der Wechsel zwischen Wärmebild und Tag-/Nachtsicht absolut flüssig steuern.
Technische Daten (Modell-Übersicht)
| Spezifikation | Details |
|---|---|
| Sensortyp | VOx Mikrobolometer (Wärmebild) & Full-HD CMOS (Nacht/Tag) |
| Sensorauflösung | Bis zu 640 x 512 Pixel / 12 µm Pitch |
| NETD-Wert | ≤ 20 mK (Extrem feine Temperaturunterschiede sichtbar) |
| Laser-Entfernungsmesser | Integriert (LRF), bis zu 1000m Reichweite |
| IR-Aufheller | Integriert (Unterseite), dimmbar & fokussierbar |
| Display | Hochauflösendes AMOLED HD Display |
Stark im Revier: Bildfusion und Praxistest
Im Praxistest zeigt das Thermtec Ventus, warum es als 5-in-1 Gerät beworben wird. Der Wärmebildkanal ist bestechend scharf und detailreich. Doch der wahre Mehrwert entsteht im Zusammenspiel: Der Tag- und Nachtsichtkanal liefert bei Restlicht oder mit dem integrierten IR-Aufheller (auf der Unterseite) ein natürliches Bild, das die Orientierung und das präzise Ansprechen massiv erleichtert. Man hat alle relevanten Informationen und eine enorme Bildtiefe direkt im Blick.
Mein Fazit: Eine klare Empfehlung
Normalerweise finden wir in unseren Testberichten immer einen Punkt, den man hätte besser machen können – das berühmte „Haar in der Suppe“. Aber beim Thermtec Ventus ist uns absolut nichts Negatives aufgefallen. Ergonomie, Kompaktheit und Bildleistung sind auf Top-Niveau. „Daumen hoch“.
Bilder, die das Thermtec Ventus beschreiben.
Links und rechts sehen die jeweilige Schärfeneinstellung für den Tag- und Nachtsichtkanal. Über das Drehrad am Ende schalten Sie auf Tag oder Wärmebild um und können auch digital zoomen.
Auf der Unterseite ist der IR Aufheller für den Nachtsichtkanal angebracht. Der Aufheller wird über einen Schalter in der Intensivität verstellt, aktiviert oder ausgeschaltet. Der Aufheller ist auch fokussierbar.
Die Akkus werden beim Ventus hier seitlich eingelegt. Das sehr gut verriegelnde Akku Fach ist einfach uns schnell zu öffnen, so sind auch bei Dunkelheit schnelle Akkuwechsel kein Problem.